Hilsangebote an Seniorinnen und Senioren

Das DRK bietet einen kostenlosen Einkaufsdienst für Menschen an, die ihre Wohnung nicht verlassen dürfen oder sollen.

Koordinatorin ist Frau Heinrichs,
Tel. 0221-5487392,
Mo.-Fr. 10:00 - 13:00 Uhr.

Kölner Bürgertelefon: 0221 221- 33500 Hilfen für Senioren während der Corona-Epidemie
Täglich aktualisierte Adressen hier:
Beratungstelefon 0221 / 221- 27400
Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Internetseite des "Kölner Leben"
https://www.koelnerleben-magazin.info/themen/leben-in-koeln/hilfen-fuer-senioren-waehrend-der-corona-epidemie.html

Menüservice an die Haustür

DRK: https://www.drk-koeln.de/angebote/essen-auf-raedern.html (Telefon DRK 0221 - 54 87 330 und -331)

ASB: https://www.asd-ankum.de/alltagsservices/lecker-essen.html

Johanniter: https://www.johanniter.de/dienstleistungen/verpflegung/menueservice/

 

Enkeltrick: Betrug mit neuer Masche


Kriminelle nutzen Angst vor Corona-Virus aus

12.03.2020

Der falsche Enkel am Telefon nutzt aktuell die Panik um das Corona-Virus aus, um ältere Menschen um Geld zu betrügen. Die Kriminellen geben sich als Angehörige aus, die sich mit dem Virus infiziert hätten und nun dringend Geld für die Behandlung benötigten. Boten holen das Geld persönlich ab.

Die Polizei rät: Übergeben Sie niemals Geld an Unbekannte! ...mehr lesen


Christliche Traditionen zum Osterfest

Das Osterfest wird von vielen Christen auf der ganzen Welt gefeiert, allerdings gibt es sehr verschiedene kirchliche Osterbräuche, die von den jeweiligen Konfessionen praktiziert werden.

Die orthodoxen Christen feiern Ostern an einem anderen Wochenende als die übrigen christlichen Kirchen, weil sie sich nicht am

Ikone Ikonenmuseum Recklinghausen ©gerd buckan köln
Bild: Gerd Buckan

Gregorianischen, sondern am (älteren) Julianischen Kalender orientieren. Da das Jahr hier einige Tage später beginnt, verschieben sich auch die Feste.
Dieses Jahr fällt der Ostersonntag z.B. auf den 19.04.2020, während er laut unserem Kalender am 12.04.2020 stattfindet.
Ostern wird in der orthodoxen Kirche viel größer gefeiert als z.B. Weihnachten, und die meisten verbringen das Osterfest bei ihren Familien. Sieben Wochen vor Ostern beginnt die Fastenzeit. Wer mitfastet, verzichtet auf Fisch, Fleisch und Milchprodukte. In der Karwoche (der Woche vor Ostern) wird sogar noch strenger gefastet. Manche verzichten ab Gründonnerstag zum Beispiel auf Öl.
In der Karwoche gibt es täglich sehr lange Gottesdienste, welche bis zu 4 Std. dauern können.
An Gründonnerstag wird die Kreuzigung Jesu nachgestellt, indem das Licht gelöscht und ein Kreuz durch die Kirche getragen wird.
An Karfreitag wird bei einer Prozession der sogenannte "Epitaphios" durch die Straßen getragen. Er soll das Grab Jesu darstellen.
An Karsamstag wird es dann in einigen Gemeinden laut: Alle klopfen auf Kirchenbänke, um an das Erdbeben vor der Auferstehung Jesu zu erinnern. Um Mitternacht werden in der Kirche Osterkerzen angezündet und der Priester verkündet: "Christos anesti! - Jesus ist auferstanden!". Manchmal gibt es auch Feuerwerke.

Auch die koptischen Christen feiern den Ostersonntag am 19.04.2020. Sie fasten 4 Wochen vor dem Osterfest sogar vegan. Neun Stunden vor dem Ostergottesdienst am Sonntag verzichten die Kopten komplett auf Nahrung und Getränke, erst die

Koptisches Kreuz (von Sagredo) - Eigenes Werk
, CC BY 3.0, Link

Kommunion, das Brot des Abendmahls, ist die erste Nahrung, die sie an dem Tag (ebenfalls nach einem bis zu 4-stündigen Gottesdienst) zu sich nehmen.
Der Samstag vor Ostern wird zum "Samstag des Lichts": Die Kirche ist verdunkelt, und die Priester und Diakone ziehen in einer festlichen Prozession in die Kirche ein mit Holzkreuzen und Kerzen.
Dann fängt die Messe an mit dem "Auferstehungsspiel". Wichtig ist dabei eine Holzwand mit einer Tür zwischen Altar- und Kirchenraum, die sogenannte "Ikonostase". Ein Diakon und ein Priester singen Texte der Osterliturgie im Dialog. Der Diakon steht dabei vor der Tür - wie die römischen Wachen vor dem Grab - und stimmt den Dialog an. Darauf antwortet der Priester von drinnen - wie aus dem "Grab Jesu". Sie singen den Dialog dreimal im Wechsel, dann klopft der Priester laut an die Ikonostase. Gleichzeitig wird schlagartig überall das Licht angeschaltet und der Vorhang im Türbogen der Ikonostase wird aufgerissen. Das ist der symbolische Moment der Auferstehung, und der Priester und die Diakone ziehen singend durch die Kirche.
Anschließend wird mit der Familie gegessen und gefeiert, meist mit Lamm, und die Kinder bekommen Geschenke.

Kreuz ©gerd buckan köln
Bild: Gerd Buckan - Kreuz

Bei den katholischen und evangelischen Christen beginnt am Aschermittwoch die 40-tägige Fastenzeit. Am Palmsonntag, eine Woche vor Ostersonntag, beginnt die Karwoche und an dem Tag erinnert die Kirche an den triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem.
Am Abend des Gründonnerstags beginnt mit der Messe vom letzten Abendmahl "Triduum Sacrum" ("die heiligen drei Tage").
Karfreitag ist der Tag der Kreuzigung Jesus und ein strenger Fastentag. Der Gottesdienst beginnt an dem Tag gegen 15 Uhr, der Todesstunde Jesu. In der Nacht vor Ostersonntag segnet der Priester das Osterfeuer und entzündet daran die Osterkerze. In einer Prozession wird die Kerze dann in die dunkle Kirche getragen, unter dem dreimaligen Ruf "Lumen Christi - Deo gratias!" ("Licht Christi - Dank sei Gott!"). Das Licht der Osterkerze wird dann an alle Mitfeiernden weitergegeben. So beginnen die großen Feierlichkeiten zur Auferstehung Jesu Christi und werden von den Gemeinden in weiteren Gottesdiensten und natürlich auch im Zusammensein mit der Familie bei zahlreichen Familienfesten weitergefeiert mit üppigen Mahlzeiten zum Ende der Fastenzeit.

Domenika Gehenzig

 

Ostern auf Sorbisch

Wer das Osterfest nach sorbischer Tradition verleben will, braucht gar nicht lange zu reisen, denn in Cottbus und Bautzen finden sich auch heute noch die Zentren der Sorben. Seit Jahrhunderten prägt diese westslawische Ethnie (oftmals auch altdeutsch Wenden genannt, vor allem in der Niederlausitz um Cottbus) den Spreewald und die Lausitz und macht den östlichen Teil Deutschlands nicht nur zu Ostern einmalig.

Die filigran bemalten Ostereier sind mit dem, was man landläufig hier zu kaufen bekommt, kaum zu vergleichen: Wahre Kunstwerke

Von Julian Nyča - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

werden auf den zerbrechlichen Kalkschalen mit Stecknadeln und zurechtgeschnittenen Federkielen aufgebracht, nachdem heißes Wachs auf die ausgeblasenen Eier aufgetragen, im Anschluss an einer brennenden Kerze geschmolzen und mit einem Lappen abgewischt und danach in verschieden Farbbäder getaucht wurde. Neben dieser Wachsreservetechnik gibt es bei den Sorben noch die Ätztechnik, die Kratztechnik und die Wachsbossiertechnik, die die bemalten Eier zu einem der begehrtesten Mitbringsel aus der Lausitz machen.

Statt Eierlaufen gibt es bei den Sorben das sogenannte Eierkullern: Dieses Eierkullern ähnelt dem Murmelspiel – nur eben mit Eiern. Dieser österliche Brauch hat in der Gegend um Schleife (Landkreis Görlitz in Ostsachsen) eine lange Tradition. Überliefert ist auch das legendäre Bautzener Eierschieben am Protschenberg, das vor vierzig Jahren eingestellt wurde und seit 2003 eine Art Neubeginn feiert: Es zählt zu den größten Volksfesten der Oberlausitz und jährlich 10.000 bis 15.000 Besucher. Dieser Brauch wurde aber auch in anderen Orten neu belebt, so in Niederguso in Niedergurig auf dem Lutherberg oder in Burkau, und erfreut sich dort zahlreicher Varianten.

Von Julian Nyča - Eigenes Werk (own photograph), CC BY-SA 3.0, Link

Bei den Sorben hoppeln keine Osterhasen, sondern es galoppieren Osterpferde: Ein Osterfest ohne Pferde ist undenkbar! Hoch zu Ross verkünden rund 1700 junge und nicht mehr ganz so junge Männer singend das, was sie zuvor in der Kirche selbst gehört haben: Christus ist auferstanden. Trotz Internet-Zeitalter wird diese großartige Information bei den Sorben am Ostersonntag nicht per Mausklick verschickt, sondern im Schritttempo nur einige Kilometer in die benachbarte Pfarrgemeinde gebracht — mit riesiger Wirkung. Denn viele tausend Menschen wollen diese rund 500 Jahre alte Tradition unbedingt miterleben. Damals wie heute sind zwar nur Männer als Osterreiter unterwegs, dennoch sind Frauen unverzichtbar: sie sind verantwortlich für den schönen Pferdeschmuck und nicht zuletzt die willkommene Bewirtung. Von neun verschiedenen Pfarreien begeben sich die Osterreiter paarweise auf ihren Weg. Christliche Symbole in allen Prozessionen zeigen, dass es sich nicht um einen reinen Brauch handelt, sondern, dass die Männer an den auferstandenen Christus glauben.

In diesem Sinne: Wjesole Jutre oder auch: Frohe Ostern!

 

Katja Wegerich

 

 

Nachrichten vom Nachbar-Netzwerk:

Das Netzwerk ist flügge

Fast ein Jahr hat sich der Sprecherrat des Senioren Netzwerks Neustadt-Nord mit der Verselbstständigung des Netzwerks auseinandergesetzt, um eine gute Struktur für die kommenden Jahre zu entwickeln. Und es ist gelungen, alle wichtigen Aufgaben verantwortlich aufzuteilen, sodass die Gruppen und Gremien wie bisher weiterlaufen können. Dies ist dank der tatkräftigen Arbeit der Netzwerker*innen möglich, die sich in den Gruppen engagieren, in den Gremien sowie im Planungs- und Redaktionsteam mitarbeiten. Es ist großartig, dass sich so zahlreiche Menschen mit ihren Erfahrungen und Fähigkeiten im SeniorenNetzwerk einbringen und den Stadtteil Neustadt-Nord mitgestalten. Ab 1. April 2020 ist es nun soweit. Das SeniorenNetzwerk Neustadt-Nord geht offiziell in Selbstständigkeit und als bisherige Koordinatorin freue ich mich riesig, dass es gelungen ist, so viele Menschen in den Gruppen, bei den Veranstaltungen und Ausflügen zu erreichen.

Ich wünsche nun allen Netzwerker*innen und Senior*innen in der Neustadt-Nord weiterhin gutes Gelingen Ihrer Arbeit und bleiben Sie neugierig! Im Netzwerk ergibt sich garantiert die Gelegenheit, Bekannte und neue Nachbarn zu treffen und sich auszutauschen Ich werde nun in den nächsten Stadtteil (Neustadt-Süd) „wandern", um auch hier mit den Menschen vor Ort an der Gestaltung ihres Veedels zu arbeiten.

Alles Gute und herzlichen Dank für die schöne Zeit in der Neustadt-Nord

Margret Schürmann

 

Alle Informationen zu den Kölner SeniorenNetzwerken und die herausgegebenen Informationsschriften erhalten Sie über

http://seniorennetzwerke-koeln.de/stadtteile/